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Urtikaria-Forum für betroffene Patienten
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BeitragVerfasst: 27 Jun 2017, 19:34 
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Registriert: 27 Jun 2017, 19:19
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Hallo zusammen!

Ich möchte mich zunächst kurz vorstellen:

Mein Name ist Diana, und ich bin 46 Jahre alt.

Durch meinen Hautarzt habe ich von diesem Forum erfahren, und er hat mir den Rat gegeben, meine Geschichte zu teilen, um evtl. auch weitere Hilfe zu bekommen.

Bis November vergangenen Jahres habe ich keinerlei Hautkrankheiten gehabt. Keine Allergie, kein Ausschlag, kein Nesselfieber, keine Neurodermitis – nichts. Ende November fingen dann folgende Beschwerden bei mir an:

Juckreiz und pickelförmiger Ausschlag am Rücken, an den Beinen, an den Armen und im Brustbereich, aber nur, wenn ich mich auf dem Sofa mit einer Decke zudeckte. Sobald ich ins Bett ging, war der Ausschlag zwar noch da, aber der Juckreiz wie weggeblasen. Ich schob „das ganze“ zunächst auf die trockene Heizungsluft, suchte aber dann nach ca. 8 Wochen doch meinen Hausarzt auf. Der warf einen Blick auf den Ausschlag und erklärte mir, dass ich an „Altersjuckreiz“ leide. Er verschrieb mir eine „leichte“ Kortisonlotion und meinte, dass sich die Beschwerden nach ca. 14 Tagen „in Luft auflösen“. Gesagt – getan – ich trug die Lotion 1x am Tag auf die betroffenen Stellen auf und wartete 14 Tage ab. Doch anstatt immer besser, wurde der Juckreiz immer schlimmer und großflächiger. Nach ca. 3 Wochen stellte ich mich wieder bei meinem Hautarzt vor. Ich ging nach Hause mit demselben Ergebnis – Altersjuckreiz und: Ich solle Geduld haben. Das ist gar nicht so einfach, wenn es juckt… und komischerweise immer nur dann, wenn ich mich auf dem Sofa zudeckte. Anfang Januar beschloss ich dann doch, einen Hautarzt aufzusuchen. Dieser schaute sich den Ausschlag an und kam zu folgendem Ergebnis: Eine Vorstufe der Krätze. Ich dachte, ich hätte mich verhört… Von diesem Zeitpunkt an begann dann eine Prozedur, die viel Nerven, Arbeit und Zeit gebraucht hat. Jeden Tag das Bett neu beziehen, alle Kleidungsstücke, die ich am Tag und in der Nacht getragen hatte, auf 60 Grad waschen, jeden Tag alle Möbelstücke, auf denen ich saß oder mit denen ich in Berührung kam, absaugen (natürlich mit einem HEPA Filter, den ich mir extra dafür gekauft hatte). Und natürlich auch das Eincremen mit der speziellen Salbe. Aber: Nach 14 Tagen keine Besserung. Also ging ich erneut zu meinem Hautarzt. Diagnose diesmal: Immer noch eine Vorstufe der Krätze. Mit diesem Ergebnis konnte ich gar nicht leben und beschloss, einen zweiten Rat einzuholen. Ich machte mich direkt auf zu einem Hautarzt, den ich, als meine Kinder klein waren, schon öfter aufgesucht hatte. Warum ich da nicht von Anfang an hingegangen bin, ist mir bis heute ein Rätsel. Dieser Arzt untersuchte mich gründlich und kam erst einmal zu dem Entschluss, dass der Ausschlag auf keinen Fall Krätze ist, sondern eher eine Haarwurzelentzündung sowie eine leichte Form der Neurodermitis. Der Arzt verschrieb mir eine spezielle Salbe und bat mich, in 14 Tagen noch einmal wieder zukommen. Diese Salbe brachte zwar Linderung, aber diese war nur von kurzer Dauer. Es war inzwischen Anfang März. Ein weiterer Besuch brachte, dass man mich auf Allergien testete: Schimmelsporen (im Keller unter uns war Schimmelbefall) und Katzenhaare (wir hatten dann seit Anfang Februar eine Katze). Beide Tests waren negativ. Die Blutentnahme verriet meinem Hautarzt aber auch meine erhöhten Leberwerte (diese sind seit ca. 6 Jahren etwas erhöht, da ich seit meinem 20 Lebensjahr Antidepressiva und Schmerztabletten nehme – ich leide unter chronischer Ischialgie und mehreren Bandscheibenvorwölbungen). Daraufhin sollte ich die Antidepressiva sofort weglassen – diese sollen wohl in Verbindung mit hohen Leberwerten Juckreiz hervorrufen. Auch das tat ich – aber es stellte sich wieder keine Besserung des Juckreizes ein. Ein weiterer Besuch meines Hautarztes brachte mir eine weitere spezielle Salbe, die aber auch nur kurzzeitig für Linderung sorgte. Als ich dann Anfang Mai anfing, Fahrrad auf meinem Hometrainer zu fahren, bemerkte ich plötzlich, dass der Juckreiz auch auftritt, wenn ich mich richtig anstrenge. Der Juckreiz trat aber erst nach ca. 20 Minuten Fahrradfahren auf, so dass ich diesen mit der Anstrengung in Verbindung brachte. Und dann folgte etwas total kurioses: Als das Wetter umschlug und die Außentemperatur über 25 Grad betrug, wurde ich plötzlich, sobald ich hinaus aus dem Haus ging, schlagartig heiser und brachte keinen Ton mehr heraus. Ging ich dann wieder hinein und wartete eine Weile, kam die Stimme wieder. Mein Hautarzt riet mir, sobald die Heiserkeit auftrat, einen HNO Arzt aufzusuchen. Dieser sollte sich dann meine Stimmbänder und meinen Kehlkopf genauer ansehen. Gesagt – getan. 26 Grad Außentemperatur – Heiserkeit. Diagnose vom HNO Arzt: keine! Keine Schwellung oder Rötung der Stimmbänder, nichts war am Kehlkopf zu sehen. Ich sollte dann 14 Tage lang über Temperatur und Auftreten der Heiserkeit Buch führen und erneut vorstellig werden. Das tat ich auch. Sobald die Temperatur über 25 Grad ging, juckte es mehr und ich wurde heiser. Allerdings war in meinem Hals nichts zu sehen. Mit dieser Diagnose ging ich dann wieder zu meinem Hautarzt. Aber auch dieser hatte noch immer keine Erklärung dafür. Er verschrieb mir zunächst ein Antiallergikum (Lora ADGC) und nahm mir erneut Blut ab, um zu schauen, ob ich vielleicht auf bestimmte Gräser oder Pollen allergisch bin. Dieser Allergietest blieb aber auch erfolglos. Keine Allergien. Das Antiallergikum schlug auch nicht an. Schlussendlich kam mein Hautarzt erst einmal zu dem Ergebnis, dass ich eine cholinerische Urtikaria mit verbundener Heiserkeit habe, wofür er allerdings auch nach Nachschlagen in diversen Büchern keine Erklärung hatte. Für die Urtikaria ja – aber nicht für die Heiserkeit. Letztendlich verschrieb er mir ein anderes Antiallergikum und eine weitere Spezialsalbe. Beides bringt aber immer nur kurzzeitige Abhilfe. Und gegen die Heiserkeit hilft es gar nicht. Nun bin ich gezwungen, im Haus zu bleiben, sobald es wärmer als 25 Grad wird, oder nicht zu sprechen, falls ich hinausgehe. Wenn ich meinen Heimtrainer benutze, muss ich möglichst luftig angezogen sein. Ich habe am 30. November (da ist es zwar sicherlich kalt, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf) einen Termin in der Uniklinik. Es bleibt abzuwarten, ob man mir hier helfen kann bzw. eine Erklärung für die Heiserkeit hat. Ein Vorab-Anruf dort ergab allerdings schon, dass man dort von solch einer Erkrankung noch nicht gehört habe.

Vielleicht finde ich ja auch hier im Forum jemand, dem es genauso wie mir geht?

_________________
Liebe Grüße aus Dortmund :)


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