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 Betreff des Beitrags: Leberprobleme durch Fexofenadin
BeitragVerfasst: 02 Jul 2014, 14:29 
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Registriert: 25 Mai 2014, 13:59
Beiträge: 2
Guten Tag,
ich (61 J. weiblich) hatte von Okt. 2011 bis Januar 2012 eine chron.Urtikaria mit Lippenschwellung, die nach einer 6 wöchigen Åkupunkturbehandlung ausheilte.

Seit Anfang März brach die Urtikaria wieder aus . Akupunktur half diesmal nicht. Ich nehme 1 x tgl. Fexofenadin 120 mg, da ich aufgrund einer Schockleber seit über 20 Jahren leicht erhöhte Leberwerte habe. Nach der Einnahme von Fexo sind die Leberwerte stark angestiegen GOT 52(normal 35), GPT 105 (normal 35), GGT 280 (normal 40).
Kann der erneute Ausbruch an Lebensmitteln liegen, obwohl ich in der symptomfreien Zeit auf keine Lebensmittel verzichtet habe?
Können Sie mir Medikamente empfehlen, die die Leber weniger belasten?
In 2011 ergab in der Uniklinik Köln ein positiver Helicobacter-Test. Die Behandlung des Helicob. erfolgte aber erst 1/2 Jahr, nachdem keine Urtikaria-Symptome mehr bestanden, kann also nicht ursächlich dafür gewesen sein. Außerdem erfolgte eine Bestimmung des TSHWertes, der normal war und des Gesamt IGE (24,5 kU/i (Normal unter 100). Wegen Sodbrennen werde ich eine Magespiegelung machen lassen, bei der auch nach einer erneuten Helicobacter-Infektion geschaut wird.
Bei dem erneuten Auftreten der Nesselsucht hat meine Hautärztin nur gefragt, ob ich in der beschwerdefreien Zeit alles gegessen habe und keine weiteren Untersuchungen gemacht.
Welche Untersuchungen bzw.Therapien können Sie mir empfehlen, da ich mir Sorgen um meine Leber mache, wenn ich noch längere Zeit Fexo einnehmen muss. Kann eine Eigenbluttherapie sinnvoll sein?
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort
Mit herzlichen Grüßen


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 Betreff des Beitrags: Re: Leberprobleme durch Fexofenadin
BeitragVerfasst: 18 Jul 2014, 08:28 
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Facharzt

Registriert: 16 Nov 2001, 00:00
Beiträge: 1407
Wohnort: Berlin
Hallo Arkon,

da Fexofenadin nicht über die Leber verstoffwechselt wird, scheint mir Fexofenadin als Ursache der stark angestiegenen Leberwerte fraglich, jedoch ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass hier ein Zusammenhang besteht. Auch unter den übrigen aktuell erhältlichen Antihistaminika befindet sich keines das besonders Leber belastend wäre. Das eine oder andere wird aber über die Leber verstoffwechselt. Im Zweifelsfall sollten solche Antihistaminika gemieden werden. Bilastin beispielsweise wird nicht über die Leber verstoffwechselt. Vielleicht schlagen Sie Ihrem Arzt dieses Medikament als Alternative vor. Eine Eigenbluttherapie kann sinnvoll sein bei Patienten mit einer allergischen Reaktion auf ihr eigenes Serum, den sogenannten autologen Serumtest, sprich, Patienten mit einer autoreaktiven Urtikaria. Bei dieser Patientengruppe scheint die Eigenbluttherapie in vielen Fällen anzuschlagen. Selbstverständlich schlägt diese Therapie nicht auf die Leber.

Mit freundlichen Grüßen
Markus Magerl

_________________
Prof. Dr. med. M. Magerl
Klinik für Dermatologie
Allergie-Centrum-Charité
Charité Universitätsmedizin
Charitéplatz 1
D - 10117 Berlin


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 Betreff des Beitrags: Re: Leberprobleme durch Fexofenadin
BeitragVerfasst: 20 Jan 2018, 05:22 
Offline

Registriert: 25 Mär 2013, 20:55
Beiträge: 44
Wohnort: Moers
Meine Leberwerte sind auch erhöht, OT 60, GammaGT 100. Das Fexofenadin wirkt sowieso nicht, also laß ich es weg. Irgendwie hilft gar nichts mehr.
Letzte Nacht mußte ich in die Notfallambulanz, wo ich 250 mg Solu Decortin gespritzt bekommen habe, mit Fenistil und Ranitidin. Bis jetzt bin ich Quaddelfrei, seit 5 Monaten die längste Zeit, immerhin 24 Stunden!!!


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