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BeitragVerfasst: 13 Jul 2015, 20:30 
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Registriert: 28 Jan 2012, 11:56
Beiträge: 14
Hallo zusammen.

Ich bin 26 und leide seit dem ich denken kann an Urtikaria. Ich glaube es hat mit 6 Jahren oder so angefangen. Bei der Charite in Berlin wurde es als chronisch rezidivierende Urtikaria v.a. Urtikaria facilitia vor einigen Jahren diagonostiziert. Jedoch kam es leider nie zu einer stationärem Aufenthalt mit Ursachenuntersuchung. Antihistaminikum Desloratadin helfen bei normalem Ausschlag. Wenn es stärker wird versagen auch diese. Dazu kommt noch Angiödeme (angeschwollene Lippen) ab und an. Xolair Omalizumab wurde kurz erwähnt, das wars dann auch.

Es ist auch etwas schwierig, da ich seit letztem Jahr Juni 2014 nach Los Angeles gezogen bin, mich irgendwie behandeln zu lassen. Ich nehme täglich 10mg Loratadin Antihistaminikum. Es hilft nur teils.

Mein Problem ist, dass ich letztes Jahr eine andere Art von Ausschlag bekommen habe. Wie jeder weiß ist es in LA immer heiß, trocken heiß. Ich hatte letztes Jahr im Sommer hier für ca. 1 Monat an den Beinen und Armen eine Art Urtikaria Ausschlag bekommen. Jedoch ähneln diese sehr stark Mückenstiche. Es sind kleine gerötete Flecken leicht verdickte Haut, jedoch alle mit minimalen klaren Flüssigkeiten, wenn ich die Stellen drücke. Wenn diese platzen verkrusten diese nadelförmig großen Stellen (Verheilungsprozess denke ich mal). Und dieser "Ausschlag" juckt auch überall. Ich habe es selbst mit der Hitze und übermäßiger Schweißproduktion verbunden. Ob das stimmt weiß ich jedoch nicht. Google spuckt mir Miliaria rubra (Hitzepickel) aus. Jedoch sehen die bei Google Bildern ganz anders aus.

Gestern habe ich das erste mal seit letztem Jahr wieder diese Art von Ausschlag bekommen. Ich muss sagen, dass es in den letzen Tage ziemlich heiß war hier in LA. Ca. 30Grad und ich war gestern körperlich sehr aktiv und habe viel geschwitzt. Beim Duschen Abends habe ich dann den Ausschlag bemerkt. Fast überall an den Waden und einige am Arm und seitlich vom Bauch. Sehr starkes jucken und die Flüssigkeit ist auch da.

Ich weiß jetzt nicht ob es eine Art von Urtikaria ist oder was anderes. Das Jucken und Verkrusten nervt sehr. Und es verheilt sehr langsam.

Zudem muss ich sagen, dass ich bei meiner Hautärztin in Hamburg vor ca. 2 Jahren auf Pityriasis versicolor (Hautpilz) diagnostiziert wurde. Ich dachte immer die Flecken auf meinem Körper wären eine Art Pigmentstörung. Diese werden vor allem in der Sonne sichtbar wenn die Flecken nicht braun werden, jedoch die andere Stellen der Haut, sodass beim Sonnen ein großer Farbunterschied entsteht.
Mir wurde eine Kreme und Shampoo damals von der Ärztin verschrieben. Sie meinte, dass der Pilz meist am Kopf entsteht oder so. Jedoch habe ich diese Pityriasis versicolor immer noch. In Hamburg erkennt man das nicht so da es wenig Sonne gibt. Doch bei täglicher Sonne hier in LA...

Jetzt weiß ich nicht ob dieser Ausschlag mit der Urtikaria oder mit der Pityriasis versicolor zusammenhängt oder ob es wieder was anderes ist.

Bitte um Ratschlag für alles.

Tim


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BeitragVerfasst: 23 Jul 2015, 13:50 
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Fachärztin

Registriert: 17 Aug 2010, 17:27
Beiträge: 136
Wohnort: Berlin
Hallo Tim,
bei der Nesselsucht gibt es viele verscheidenen Formen, bsp. die chronische spontane Nesselsucht, bei der die Beschwerden aus heiterem Himmel kommen; die Urtikaria factitia, bei welcher die Beschwerden durch Scherkräfte auf die Haut ausgelöst werden. Außerdem gibt es eine sogenannte cholinergische Nesselsucht. Bei dieser Form kommt es durch eine Erhöhung der Körperinnentemperatur – bsp. auch beim Schwitzen - zu kleinen stecknadelkopfgroßen Quaddeln. Nicht typisch ist jedoch, dass diese „verkrusten“ wie sie es beschreiben. Eine derartige „Verkrustung“ ist aber auch für die Pityriasis vesiculor nicht typisch. Ich empfehle Ihnen von den Hautveränderungen in den unterschiedlichen Stadien Fotos zu machen und sich mit den Bildern und Ihrem aktuellen Hautbefund bei einem niedergelassenen Dermatologen vorzustellen. Die Therapie der Wahl bei der Nesselsucht sind Antihistamnika – bsp. das von Ihnen eingenommene Loratadin. Häufig ist die einmalige Einnahme jedoch nicht ausreichend. Mit Ihrem behandelnden Arzt sollten Sie besprechen, ob in Ihrem speziellen Fall die Einnahme der vierfach Dosierung möglich ist.
Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Mit den besten Grüßen
Nicole Schoepke


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