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 Betreff des Beitrags: Zunge - Angioödem
BeitragVerfasst: 16 Aug 2015, 19:13 
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Registriert: 31 Jul 2015, 10:06
Beiträge: 1
Ich bin 67 Jahre alt und nehme seit 15 Jahren Bluckdruckmedikamente (Valsartan) und seit 5 Jahren zusätzlich einen Betablocker (Metoprololsuccinat) Am 13.04.2015 hatte ich einen Herzinfarkt (3 Stents) und nehme seit dem zusätzlich ASS, Simvastatin und Ticagrelor.

Am 25.06.2015 bekam ich morgens gegen 8:30 eine dicke Zunge rechts vorne. Eine halbe Stunde vorher hatte ich Haferflocken mit Joghurt und Walnüssen gegessen. Ich bin sofort zum HNO-Arzt und von dort ins Krankenhaus gefahren. Die Schwellung ging sehr schnell mit Fenistil und Cortison weg. Die Blutanalyse vom HNO-Arzt ergab keine Allergien auf Nüsse oder Sonstiges. Der IgE-Wert betrug 15,19 IU/ml.
Am 30.06.2015 bekam ich morgens im Bett, noch nüchtern und kurz nach dem Aufwachen eine dicke Zunge vorne links. Beim Hausarzt ging die Schwellung mit Cortison schnell weg. Der Allergologe stellte leichte Entzündungswerte fest. Danach habe ich das Valsartan weggelassen und bis zum 19.07.2015 abends eine Cetirizin genommen.
Am 29.07.2015 dann wieder morgens im Bett, nüchtern und kurz nach dem Aufwachen eine dicke Zunge vorne links. 1xCetirizin und eine Flasche Celestamine N0,5 (30ml) und die Schwellung ging wieder schnell weg. Jetzt nehme ich abends wieder eine Cetirizin, das Angioödem ist nicht wieder aufgetreten und weitere Blutuntersuchungen haben keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Kann das Angioödem durch meine Medikamente ausgelöst werden, oder können Zahnprobleme (Entzündungen an einer Brücke) eine Ursache sein. Ich hatte bisher, bis auf einen Wespenstich in die Lippe (führte zu einer anaphylaktischen Schockreaktion vor etwa 30 Jahren) keine Probleme mit Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. In meiner ganzen Familie war das bisher noch kein Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zunge - Angioödem
BeitragVerfasst: 18 Aug 2015, 14:47 
Offline
Facharzt

Registriert: 05 Nov 2012, 16:47
Beiträge: 19
Wohnort: Berlin
Hallo gemsalat,

rezidivierende Angioödeme sind nur selten im klassischen Sinne des Wortes allergisch bedingt, aber eine so genannte Überempfindlichkeitsreaktion auf manche der o.g. Medikamente ist nicht auszuschließen. Es empfiehlt sich ohnehin, die bestehenden Zahnprobleme zu behandeln. Eine ausführliche Anamneseerhebung bezüglich der Zungenschwellung begleitenden Symptomatik mit einer anschließenden Bluttestung bei einem Hautarzt bzw. einem Allergologen ist auch zu empfehlen und leider nicht durch eine online-Beratung zu ersetzen. Da mir der Umfang der durchgeführten Blutuntersuchungen und deren Ergebnisse nicht bekannt sind, kann ich hier auch keine Stellung nehmen. Sollten alle o.g. Maßnahmen eingesetzt werden und die Beschwerden trotzdem weiterhin bestehen bleiben, wäre eine Medikamentenumstellung die einzige Möglichkeit, um die Nebenwirkung eines Medikamentes auszuschließen. Ob das in Ihrem Fall überhaupt möglich ist, sollte dann mit Ihrem behandelnden Kardiologen besprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Tomasz Hawro

_________________
Dr. Tomasz Hawro
Arzt der Urtikaria-Sprechstunde Berlin


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