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BeitragVerfasst: 26 Sep 2016, 16:17 
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Registriert: 26 Sep 2016, 15:15
Beiträge: 1
Hallo, ich wünsche euch einen guten Tag. Ich bin neu hier im Forum und hoffe, mir kann bei meinem Problem geholfen werden. Zu meiner Person: Ich bin männlich, 18 Jahre alt und sportlich relativ fit - ich hatte damals als Kind an Neurodermitis gelitten, die ist aber mit der Zeit abgeklungen ich habe seither keine Symptome mehr. Allergien habe ich eigentlich keine.

Nun, kurz zu meiner Geschichte:
Vor einem Jahr wurde bei mir eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt. Zu dieser Zeit hatte ich mit einem vermehrten Haarausfall, teilweise Hitzewallungen, mir ging es nicht so gut und ich war launisch. Zu dieser Zeit hatte ich aber keine Nesselsucht, eine Allergie oder sonst irgendwas. Nach Abklärung vom Arzt wurde mir dann Thiamazol verschrieben, wo von ich eine halbe am Tag (2,5mg) nehmen sollte, da meine Schilddrüse an sich noch sehr gut aussah und ich keine starke ÜF hatte. Ich habe die Tabletten dann 3 Monate genommen, seit der 1. oder 2. Woche stellte sich bei mir, vorrangig Abends, ein Juckreiz ein. Ich bekam Quaddeln und konnte teilweise schlecht einschlafen. Der Arzt meinte, es sei eine Nebenwirkung der Tabletten, über die ich selbst auch was im Internet gelesen habe. Viele Leute scheinen allergisch darauf zu reagieren, aber es war auszuhalten. Ich musste dann, weile meine Schilddrüsenwerte immer noch nicht perfekt waren, eine ganze Tablette (5mg) nehmen. Bis zum Juli habe ich das durchgezogen und dann wurde noch mal, als ich die Tabletten abgesetzt habe, die Schilddrüse getestet und es hieß, dass ich die Tabletten nicht weiter nehmen müsse. Gott sei Dank, denn der Juckreiz lies die ersten Tage direkt nach, ich fühlte mich wieder besser und ich hatte keine Symptome mehr, kein Haarausfall, keine Quaddeln - alles tip top. Gegen Ende August ist dann, trotz allem dass ich keine Tabletten genommen habe, die Nesselsucht zurückgekommen, die bis jetzt andauert. Ich habe auch vermehrten Haarausfall bemerkt, der übrigens auch immer noch zu spüren ist und war dann die letzten Tage beim Arzt um noch mal meine Schilddrüsenwerte checken zu lassen. Es wurde ein Blutbild gemacht, was ihr hier sehen könnt: http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 542729.jpg

Die Schilddrüse wurde dann wieder geröngt und wie davor auch war alles im optimalen Bereich. Der Arzt meinte ich brauch mir keine Sorgen zu machen. Er hat mir empfohlen, einen Hautarzt aufzusuchen, um ein Allergietest zu machen, allerdings bin ich jetzt echt ratlos, weil die Nesselsucht erst mit Einnahme der Tabletten anfing. Ich hatte das noch nie in meinem ganzen Leben, bis auf dass ich halt Neurodermitis hatte, aber die Hautirritationen sind da auf jeden Fall anders als bei Urtikaria. Noch dazu, dass ich halt noch nie auf irgendwas allergisch reagiert habe. Ich habe also die Vermutung, dass es vielleicht doch mit der Schilddrüse zusammenhängen könnte. Oder das es ein "Flashback" der Medikamente ist oder sowas, ich weiß halt echt nicht, was es sonst ist. Ich gehe die nächsten Tage zum Hautarzt und ggf zum Endokrinologe, aber ich hoffe, dass mir hier vielleicht schon jemand helfen könnte oder ähnliche Erfahrung gemacht hat? Am Anfang tauchten wirklich jedesmal Quaddeln auf, aber jetzt ist es auch manchmal einfach nur gerötet. Dazu kommt noch, dass ich im MOment verstärkten Haarausfall habe. Also denke ich, dass es da einen Zusammenhang geben könnte.


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BeitragVerfasst: 11 Dez 2016, 14:37 
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Ärztin

Registriert: 25 Mär 2013, 11:32
Beiträge: 19
Wohnort: Berlin
Lieber Lordmaxos,

entschulden Sie uns für die verspätete Antwort. Vielleicht bis jetzt wurde schon weitere Diagnostik in der Wege geleitet worden. Die Urtikaria könnte eine Nebenwirkung von der Tabletten sein. Aber warum es dann erneut im August aufgetreten ist, ist so schwierig zu beantworten. Die chronisch spontane Urtikraia kann mehrere Grunge haben. Laut aktuelle Blutwerten ließt sich autoimmune Thyreoiditis auszuschließen, welche eine von Grunde für die Urtikaria sein kann. Für die Abklärung braucht man weitere diagnostische Untersuchungen fortzuführen. Leider ungefähr in 30% der Fällen findet man keine Ursache. Solange die urtikarielle Beschwerden vorhanden sind, können sie symptomatisch behandelt werden, falls keine Ursache gefunden wird. Dafür brauchen Sie einen Hautarzt zu besuchen.

Für die weitere Fragen stehen wir gerne Ihnen zur Verfügung.

_________________
Dr. T. Ohanyan
Ärztin der Urtikaria-Sprechstunde Berlin


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