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BeitragVerfasst: 01 Feb 2017, 09:57 
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Registriert: 01 Feb 2017, 09:11
Beiträge: 3
Sehr geehrte Damen und Herren

ich leide an einer chronischen Urticaria seit über 1 Jahr, habe eine sehr lange Palette von Antihistaminika ausprobiert, die kaum eine Wirkung gezeigt haben, ausser Xolair und
ich habe zusätzlich noch eine Epilepsie, die in Monotherapie mit Levetiracetam behandelt wird.
Dazu muss ich noch Antidepressiva, d.h. Venlafaxine, einnehmen.

Antiepileptika sind absolut notwendig einzunehmen, d.h. eine Reduktion oder ein Medikamentenwechsel ist immer ein hohes Risiko.
Antidepressiva müsste man ebenfalls sehr vorsichtig ausschleichen, ebenfalls ein hohes Risiko.

Die meisten Allergologen hatten bei einer allgemeinen Allergieabklärung keine Ursache gefunden und ernährungstechnisch habe ich sehr unterschiedliche Wege probiert ohne Erfolg, so dass ernährungsauslösende Faktoren eher unwahrscheinlich sind, eine allergische Testung ist erfolgt, ohne spezifisches Ergebnis, das weiterhelfen würde.

Neurologen sind häufig nicht so erfahren, was mögliche Allergieauslöser oder Zusammenhänge mit Urticaria und Wechselwirkungen mit Antihistaminika angeht und es gibt nicht so viele Allergologen, die sich sehr gut mit Antiepileptika auskennen.

Mir geht es darum, systematisch vorzugehen, und die Risiken immer im Auge zu behalten und vielleicht zu eruieren, ob die Urticaria ggf. von Konservierungsstoffen in Medikamenten ausgelöst werden könnte, da die Urticaria nach der in etwa gleichzeitig begonnenen Monotherapie mit Levetiracetam bzw. Venlafaxine begonnen hat.

Welche Wege schlagen Sie bei einem systematischen Vorgehen der Analyse und Behandlung von Urticaria und Antiepileptika vor? Was sind mögliche Wege, was Risiken?
Wie kann man die Urticaria erfolgreich behandeln, wenn ggf. ein Hilfsstoff in den Medikamenten der Auslöser sein sollte?
Wie kann eine solche allergische Reaktion auf Medikamenten-Hilfsstoffe eruiert werden?
Welche Möglichkeiten der Behandlung einer chronischen Urticaria gibt es noch, wenn nach Xolair-Gabe die Urticaria nach ca 4 Wochen wiederkehrt?

Die Fragen sind sehr komplex und gehen sehr in die Tiefe, und ich bin auch schon bei sehr vielen Fachärzten in Behandlung, aber vielleicht kommt von Ihnen der ein- oder andere Impuls für einen therapeutischen Weg.

Freundliche Grüsse

Microskulpt


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BeitragVerfasst: 06 Feb 2017, 10:28 
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Registriert: 21 Nov 2016, 12:36
Beiträge: 5
Sehr geehrtes Microsculpt,

Das systematische Vorgehen zur Diagnostik und Behandlung einer chronischen spontanen Urtikaria unter der Einnahme von Antiepileptika/bzw. Antidepressiva unterscheidet sich nicht grundlegend verglichen zu ohne diese Begleitmedikation (Siehe UNEV Website). Zudem sind Antiepileptika und Antidepressiva wie Levetiracetam bzw. Venlafaxine sind im eigentlichen Sinne nicht dafür bekannt, eine Urtikaria auszulösen bzw. zu triggern. Da sie zudem angeben, dass in ihrem Fall ernährungstechnische Faktoren als Auslöser eher nicht in Frage kommen, scheint der Zusammenhang sowohl mit den Wirkstoffen an sich sowie mit evtl. begleitenden Zusatzstoffen auch eher unwahrscheinlich. Allerdings lässt sich jedoch nur durch eine Umstellung der Medikation in Zusammenarbeit mit ihrem Neurologen sicher herausfinden, ob diese Medikamente Auslöser sein könnten. Aufgrund des damit verbundenen Risikos ist dies jedoch nicht zu empfehlen.
Dass sie von einer Therapie mit Xolair profitieren ist eine sehr erfreuliche Nachricht. Normalerweise erfolgt die Therapie in 4-6 wöchentlichen Abständen. Es ist ganz normal, dass nach ca. 4 Wochen unter Xolair die Urtikaria wiederkehrt. Bei Xolair handelt es sich um eine rein symptomatische Therapie. Es ist wahrscheinlich, dass die Urtikaria irgendwann von selbst wieder verschwindet. Glücklicherweise ist Xolair seit 2014 für die chronische spontane Urtikaria zugelassen. Als alternative kämen nur gewisse immunsuppressive Medikamente zum Einsatz, wobei hierunter jedoch mit mehr Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Mit freundlichen Grüßen
das Urtikaria-Team


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