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 Betreff des Beitrags: Xolair ja oder nein?
BeitragVerfasst: 13 Sep 2017, 20:04 
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Registriert: 13 Sep 2017, 19:47
Beiträge: 3
Hallo!

Ich lese hier schon einige Zeit mit und möchte nun selbst eine Frage stellen.

Zur Vorgeschichte: Ich hatte bereits 2012 für drei Monate eine Urtikaria factitia aber da hat 1 Cetirizin am Tag geholfen. Des Weiteren habe ich seit zwei Jahren Quaddeln aber nur an den Händen wobei ich nicht sicher bin ob es eventuell an einer Allergie auf Betalactoglobulin liegt die manchmal im Blut nachgewiesen werden konnte. Manchmal aber auch nicht... rätselhaft. Jedenfalls bekomme ich die Quaddeln an den Händen aber wenn ich viel Käse/Milch zu mir nehme.

Ich habe seit Anfang März 2017 Urtikaria. Angefangen hat es damit dass ich am abend Druckschmerzen in den Armen hatte und am nächsten Tag bin ich am ganzen Körper mit hunderten Quaddeln übersäht aufgewacht. Ich habe mich auch krank gefühlt und hatte in den folgenden Tagen auch einmal Fieber.
In dieser Zeit hatte ich extremen Stress weshalb ich davon ausgehe dass das der Auslöser war.

In der Folge hat mich mein Hautarzt in die Krankenhausambulanz überwiesen. Dort erfolgen die üblichen Tests und Ursachensuche.

- CRP Wert war immer leicht erhöht. Wenn gerade die Quaddeln schlimm waren dann mehr. In "guten Phasen" weniger. zwischen 7 und momentan wieder 15.
- Quaddeln hängen irgendwie mit Histamin zusammen
- Quaddeln kommen auch bei Druck. zB wenn ich eine schwere Handtasche an der Schulter hatte oder beim viel gehen an den Fußsolen oder auch BH Abdrücke etc. enge Kleidung
- mein Gesamt igE ist erhöht

Daten:

CRP 14,10 (aktuell)
Neutrophile absolut 7326 (von 2000-6900) - (aktuell)
Vitamin D3 Mangel seit einem Monat behandelt mit 2000iE Dekristolvit
Schilddrüsenunterfunktion - seit 8 Jahren L-Thyroxin 50
IgE gesamt 171.8 (Ref: unter 100) (Ergebnis vom Mai 2017)

Nun habe ich das Krankenhaus gewechselt und dort hat man mir -sofort- Xolair vorgeschlagen. Man teilte mir auf Nachfrage mit das habe kaum Nebenwirkungen und man erziele gute Erfolge damit. Das war dann auch schon die Aufklärung. Nächste Woche soll ich die erste Spritze bekommen.

Nun habe ich mich zu Hause schlau gemacht und einiges gelesen. Dass das Krebsrisiko erhöht sein könnte. Das der Blutdruck erhöhte werden könnte oder überhaupt Herzprobleme auftreten könnten etc.
Ich habe auch Rheuma in der Familie was ja eine Autoimmunerkrankung ist. Ich habe es wohl nicht (wurde wohl getestet) aber ich habe auch Angst ich könnte es dadurch bekommen.

Ich möchte nun einfach nichts schlimmer machen als es ist. Wenn ich hier lese manche sind Arbeitsunfähig dann finde ich das absolut schrecklich. Ich gehe Vollzeit arbeiten bin 29 Jahre alt und gerade am Beginn meiner Karriere.
Die Quaddeln belasten mich schon, vor allem diejenigen die durch Druck entstehen da ich bei meiner Kleiderwahl drauf achten muss und keinen Sport mehr treiben kann (was mein Übergewicht natürlich noch schlimmer werden lässt)... aber meine Quaddeln jucken nicht. Wenn sie zu viel werden dann fühle ich mich schlapp und krank aber das ist alles.

Ich nehme 4 Levocetirizin am Tag. Wobei ich keinen Unterschied merke ob ich 3 oder 4 nehme ist egal aber jetzt soll ich erstmal 4 nehmen. Wache aber jeden Tag mit ein paar Quaddeln auf die mich nicht stören. Störend sind die Quaddeln die auf Druck ausgelöst werden weil die uU auch sehr sehr groß sein können und dan auch weh tun. zB an den Fußsolen.

Ich frage mich nun einfach ob es das Wert ist? Zumal Xolair nicht heilt sondern eine rein symptomatische Behandlung darstellt. Ich möchte in den nächsten 2-3 Jahren auch Kinder bekommen und nicht noch kränker werden. Ich denke die Langzeitschäden kann man jetzt noch gar nicht abschätzen.

Was empfehlen Sie mir? Ich bin total ratlos. Überlege nun schon seit einem Monat und habe den Termin auch schon einmal nach hinten verschoben weil ich mich nicht entscheiden kann.

Vielen Dank und liebe Grüße aus Hamburg


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 Betreff des Beitrags: Re: Xolair ja oder nein?
BeitragVerfasst: 02 Okt 2017, 09:05 
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Registriert: 13 Sep 2017, 19:47
Beiträge: 3
Nur für den Fall, dass jemand mitliest und es interessant ist: Ich habe gerade meine ersten beiden Spritzen bekommen 2x150ml.

Der entscheidende Faktor war, dass sich meine Symptomatik in den letzten zwei Wochen erheblich verschlimmert hat (durch Stress) und ich einfach etwas machen musste.


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