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Urtikaria-Forum für betroffene Patienten
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BeitragVerfasst: 14 Nov 2017, 22:40 
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Registriert: 14 Nov 2017, 22:30
Beiträge: 1
Guten Tag,

ich (männlich, 25) habe seit etwa sieben Monaten ständig Juckreiz, immer wieder an verschiedenen Orten gleichmäßig über den Körper verteilt. Der Juckreiz ist tages- und mahlzeitunabhängig und führt zu (oder geht einher mit) einer starken Unruhe, sodass ich seither kaum mal wirklich tief schlafe und immer wieder teils kratzend aufwache, entsprechend sehr lange Zeit im Bett verbringe, ohne dass dies erholsam wäre.

Die hautärztliche Diagnose lautet »Urticaria Factitia«. Aber kommt das wirklich hin, wenn eigentlich nichts zu sehen ist? Das einzig sichtbare Merkmal sind recht auffällige Rötungen wenn man mit z.B. etwas Spitzem oder einfach einem Handtuch beim Abtrocknen über die Haut streicht. Aber Quaddeln oder irgendetwas anderes Fühlbares bildet sich dabei nicht, die Rötungen verschwinden so nach 10–20 Minuten.

Das Problem ist, dass sämtliche Antihistaminika (Loratadin, Cetirizin, Rupatadin, Fexofenadin, Dimetindenmaleat) dazu führten, dass der Nachtschlaf immer kurz nach Ansetzen noch viel zerrütteter und ruheloser wurde, verbunden mit stechenden Kopfschmerzen. Nach dem Absetzen besserte es sich immer auf das oben geschilderte Niveau.

Dazu wäre noch zu erwähnen, dass ich seit mehreren Jahren MS habe, allerdings schließen die befragten Neurologen aus, dass der Juckreiz direkt von der Krankheit kommt. Auch das Absetzen der Basistherapie änderte nichts. Andere Faktoren (Medikamente, Allergien, Alkohol, psychische Probleme, etc.) sind meines Wissens nicht im Spiel.

Da mich die schweren Schlafprobleme gerade sehr stark belasten und ich oft einfach arbeitsunfähig bin, freue ich mich über jeglichen Hinweis!

Friedemann


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BeitragVerfasst: 02 Jan 2018, 11:02 
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Facharzt

Registriert: 16 Nov 2001, 00:00
Beiträge: 1407
Wohnort: Berlin
Hallo friedemann,
die Urticaria factitia ist gekennzeichnet durch das Auftreten juckender Quaddeln an den Stellen der Haut, die kurz zuvor Scherkräften ausgesetzt waren. So ganz ohne Quaddeln lässt sich also keine Urticaria factitia diagnostizieren. Jedoch beispielsweise bei Patienten, die Antihistaminika einnehmen, kann man sehen, dass die Quaddel nach dem Kratzen nicht mehr auftritt, wohl aber die Rötung. Die von Ihnen beschriebenen Beschwerden bringe ich ebenfalls nicht mit der MS direkt in Verbindung.
Da bei der Urticaria factitia der Juckreiz normalerweise erst nach dem Kratzen einsetzt, sollte überprüft werden, ob nicht andere Formen der Urtikaria oder ganz andere Gründe für den Juckreiz vorliegen, damit baldmöglichst Therapien über Antihistaminika hinaus eingesetzt werden können (in Abhängigkeit von der Ursache/Form) .
Mit besten Grüßen,
Magerl

_________________
Prof. Dr. med. M. Magerl
Klinik für Dermatologie
Allergie-Centrum-Charité
Charité Universitätsmedizin
Charitéplatz 1
D - 10117 Berlin


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