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Urtikaria-Forum für betroffene Patienten
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BeitragVerfasst: 28 Mär 2003, 11:10 
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Registriert: 18 Dez 2002, 10:03
Beiträge: 5
Wohnort: Unkel
Hallo Ihr Lieben,

ich will Euch gerne teilhaben lassen an meiner Heilung.
Im September 1002 entwickelte sich bei mir nach 10 Jahren wieder eine Urtikaria, ausgelöst vermutlich durch Diclofenac.

Ich habe keine Nahrungsmittelallergie (laut RAST-Test), sondern eine
Intoleranz besonders auf Histaminreiche Nahrung entwickelt.

Ich habe dann in 12/02 mit Prosymbioflor angefangen (4 Wochen), dann Symbioflor 1 (8 Wochen) und seit ca. 1 Woche mit Symbioflor 2 (kombiniert mit 1) begonnen. Ich hab während der ganzen Zeit Telfast 180 eingenommen. Seit 3 Tagen nehme ich kein Telfast mehr und bekomme, nach anfänglichen vorsichtigen Versuchen, auch keine Quaddeln mehr. Ich habe mich aber seit Janur 2003 streng an die Histaminarme Diät gehalten. Keinen alten Käse (nur Frischkäse), keine Schokolade, kein Sauerkraut, Tomaten, Fisch (egal welcher), keine Wurst (außer Kochschinken vom Metzer (nicht verpackt!), keine Farbstoffe oder Konservierungsstoffe. Eine wirklich harte Zeit.

Wie gesagt, seit 3 Tagen nehme ich kein Antihistaminikum mehr und habe
vor 3 Tagen mit einem Stück Gouda vorsichtig begonnen meine Speiseplan zu erweitern.

Jedem der meinen Beitrag liest wünsche ich gute Besserung und niemals
die Hoffnung auf ein Leben ohne Urti aufgeben.


Luzia - alles ist wieder gut :wink:


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 Betreff des Beitrags: Forum
BeitragVerfasst: 08 Mär 2006, 09:25 
LiebeLuczia, Bin 43 männlich und habe seit 2Monaten Urticara, kein Arzt hat eine Ursache gefunden geschweige denn kann mir helfen. Nehme Cetrizin 10mg, plus Diät. Erfolg NULL. So kann ich nicht mehr und ich will auch nicht. :evil:


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BeitragVerfasst: 10 Nov 2007, 14:24 
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Registriert: 07 Nov 2007, 10:11
Beiträge: 7
Kannst du vielleicht erklären, was genau der Unterschied zwischen Nahrungsmitelallergie und einer Nahrungsmittelintoleranz ist? Oder vielleicht kann das hier einer der Ärzte machen? Das wäre wirklich nett. Bei mir wurde nämlich auch getestet und ich habe keine Nahrungsmittelallergie. Trotzdem habe ich aber das Gefühl, dass es etwas mit Nahrungsmitteln auf sich hat (also Ursache der Urtikaria irgendein Nahrungsmittel), denn: neben der Urtikaria habe ich auch in letzter Zeit verstärkt Verdauungsprobleme und Blähungen.

Viele Grüße!


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BeitragVerfasst: 10 Nov 2007, 15:10 
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Registriert: 28 Sep 2006, 12:25
Beiträge: 326
Hallo lionpower,

eine echte Allergie ist immer IgE-vermittelt, d.h. es werden gegen bestimmte Nahrungsmittelbestandteile vom Körper Antikörper (eben IgE-Antikörper) gebildet, die dann im Blut (per RAST-Test) nachweisbar sind.

Bei einer Unverträglichkeit dagegen reagiert der Körper nicht mit Antikörperbildung, man kann sie also auch nicht über einen Bluttest nachweisen, sondern nur über eine strenge Auslassdiät.

Typisch für eine Allergie ist, das bereits winzige Mengen des Allergens genügen, um die allergische Reaktion auszulösen, die typischerweise auch sehr schnell einsetzt (innerhalb von Minuten bis wenige Stunden).

Bei einer Unverträglichkeit dagegen werden meist geringe Mengen des Übeltäters vertragen, die Heftigkeit der Reaktion hängt von der verabreichten Menge des Nahrungsmittels ab.
Die Unverträglichkeitsreaktion setzt oft stark zeitverzögert ein. Man kann noch bis 76 Stunden nach Einnahme reagieren!!

Wichtig für Betroffene ist, zu wissen, dass Unverträglichkeiten nicht labortechnisch nachgewiesen werden können, sondern nur über eine sog. pseusoallergenarme Diät, die man mindestens 3 Wochen lang streng einhalten muß. Verschwinden die Symptome während dieser Diät (was erst nach 2 Wochen passieren kann!) oder bessern sich ganz deutlich, kann man davon ausgehen, dass man auf eines oder mehrere der weggelassenen Nahrungmittel reagiert.
Dann wird in der Aufbauphase jeden 3. Tag ein neues Nahrungsmittel dazugenommen und auf Verträglichkeit getestet.

Interessant ist auch, dass eine echte Allergie nur in sehr seltenen Fällen (1%) die Ursache einer Urtikaria ist, eine Unverträglichkeit dagegen sehr häufig (ca. 30 %).

Läßt man die verbotenen Lebensmittel über längere Zeit konsequent weg (6-12 Monate) "vergisst" der Körper oft die Unverträglichkeit.
Echte Allergien dagegen bleiben meist lebenslang bestehen.

Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben

Cori


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BeitragVerfasst: 10 Nov 2007, 15:32 
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Registriert: 28 Sep 2006, 12:25
Beiträge: 326
Nachtrag wg. kleiner Themaverfehlung :oops: :wink: :

Du hattest ja nach Intoleranzen gefragt:
Als Intoleranz werden Unverträglichkeiten bezeichnet, die sich auf einen Mangel eines bestimmten Verdauuungsenzyms zurückführen lassen. so z.B. die Laktoseintoleranz auf einen Mangel an Laktase, oder die Histamininoleranz auf einen Mangel des histaminabbauenden Enzyms im Darm.
Die Begriffe Intoleranz und Unverträglichkeit werden aber oft gleichbedeutend verwendet, man darf nur beides nicht mit einer Allergie gleichsetzen!!

Unverträglichkeiten gibt es häufig auf künstliche Nahrungsmittelzusätze wie Farb- und Konservierungsstoffe o.ä., aber auch auf natürlicherweise in der Nahrung vorkommende Bestandteile wie bestimmte natürliche Aromastoffe oder Salizylate.

Cori


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